Lichtmaschine
Die Lichtmaschine besteht aus:
Rotor (der die rotierenden Magnetfelder erzeugt),
Stator (der aus einer Serie von Spulen besteht, die in drei Gruppen angeordnet sind),
zwei Gleitringen und
zwei Bürsten (durch die der gleichgerichtete Erregerstrom in die Feldspule des Rotors eingespeist wird)
und dem Gleichrichter (der aus 6 Halbleiterdioden besteht und in die Lichtmaschine eingebaut ist).
Beim Betrieb schneiden die rotierenden Magnetfelder die Statorspulen. Anders ausgedrückt erfahren die drei Spulengruppen eine Veränderung im magnetischen Fluß. Durch Flußveränderungen wird eine wechselnde elektromotorische Kraft (emf) in jede Spulengruppe induziert. Auf diese Weise sind drei Wechselspannungen vom Stator erhältlich.
Die sechs Dioden sind so angeordnet, daß sie den Wechselstrom der drei Gruppen in Gleichstrom umwandeln oder gleichrichten. Eine Dreiphasen-Vollwellengleichrichtung erfolgt im eingebauten Gleichrichter.
In Bezug auf elektrischen Strom ist eine Diode ein Kreislaufelement, das den Strom nur in einer Richtung durchläßt. Von den sechs Dioden sind drei so angeordnet, daß der Strom in der gleichen Richtung passieren kann, und die übrigen drei in der entgegengesetzten Richtung. Da drei Wechselströme einer Vollwellengleichrichtung unterzogen und durch Überlagerung zu einem Strom zusammengefaßt werden, ist der Gleichstromausgang dieser Lichtmaschine viel gleichmäßiger und enthält erheblich weniger pulsierende oder wellige Komponenten als Gleichstrom, der aus einer Vollwellengleichrichtung eines Einphasen-Wechselstroms kommt.
Betriebsspannung 12 V
Maximale Ausgangsleistung 35 A
Polarität Negative Erdung
Effektiver Riemenriemenscheibendurchmesser 70 mm
Freilaufdrehzahl 1050 – 1250 U/min
Vollastdrehzahl 4 000 U/min max., 35 A,
14 Volt bei normaler Temperatur
Drehrichtung Im Uhrzeigersinn von der Riemenscheibe aus gesehen
Höchstzulässige Drehzahl 12 000 U/min.
Betriebstemperaturbereich – 40 C bis +80 C
Gleichrichtung Vollwellengleichrichtung
Lichtmaschiene ausbauen:
Das positive Kabel von der Batterie abtrennen.
Das weiße Kabel und die Steckverbindungen abtrennen
Die Befestigungsschrauben des Keilriemeneinstellers und der Lichtmaschine entfernen und die Lichtmaschine abnehmen.
Zerlegen:
Die Befestigungsmutter des Ventilators auf der Rotorwelle entfernen. Dazu muß die Welle mit Hilfe des Spezialwerkzeugs werden.
Inbusschlüssel, 6 mm (09911-70120)
Die drei Schrauben zur Befestigung des Endgehäuses am Rotorgehäuse entfernen; um das Endgehäuse vom Rotorgehäuse abzunehmen, mit einem Holzhammer leicht auf den Rand klopfen, dabei den Rotor vom Stator trennen.
Den Rotor herausziehen. Dazu kann ein leichtes Klopfen auf Kern und Gehäuse erforderlich sein.
Die drei Befestigungsmuttern des Gleichrichters und eine andere Mutter, die den Anschlußisolator nach unten hält, entfernen. Den hinteren Gehäusedeckel abnehmen.
Den Bürstenhalter vom Stator abnehmen.
Zu beachten:
Die Lichtmaschine wird in umgekehrter Reihenfolge des Zerlegens wieder zusammenmontiert. Bevor der Rotor in das Gehäuse eingesetzt wird, sichergehen, daß die Bürsten in den Halter eingesetzt sind. (Zum Einsetzen der Bürsten in den Halter eine Stange A der richtigen Größe von der Gleichrichterseite her einschieben.)
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