Die Hauptteile des Barfield-Gelenks sind der äußere Laufring (mit der Radachse integriert, mit der die Radscheibe verzahnt ist), der innere Laufring (mit der Differentialachswelle verzahnt), sechs Stahlkugeln, die zwischen den beiden Laufringen liegen und einem Lagerkäfig (der die Stahlkugeln in einen Ebene in einer Reihe hält).
Die Kugeln sind in zwei Gruppen von Laufbahnen eingepaßt; eine Gruppe befindet sich auf dem äußeren, die andere Gruppe auf dem inneren Laufring. Jede Kugel Iäuft in ihrer eigenen Laufbahn, als wäre sie
zwischen den Laufringen in Drehrichtung eingefangen. Der äußere Laufring mit seiner Radachse kann angewinkelt werden. Bei diesem Anwinkeln mit Rücksicht auf die Achse der Achswelle wird die Reihe der
Stahlkugeln nur um den halben Betrag abgewinkelt, d.h. die Ebene dieser Kugelreihe kippt um einen Winkel, der dem halben Achswellenwinkel entspricht. Dieser Zusammenhang wird in den Abbildungen veranschaulicht.
Bei diesem Gelenk muß dessen Axialspiel überprüft werden, das festzustellen ist, wenn Differentialachswelle und Radachse von beiden Händen gehalten und abwechselnd zusammengestoßen und auseinandergezogen werden, wie in Abb. 17-9 gezeigt. Bei diesem Test sollte überhaupt kein Spiel vorhanden sein, aber ein Spiel bis zu 1,5 mm ist zulässig. Falls das Spiel die Verschleißgrenze überschreitet, das Gelenk auswechseln.
Axialspiel des Barfield-Gelenks
Sollwert: 0 mm (kein Spiel)
Verschleißgrenze: 1,5mm



